OneDrive, Dropbox oder regionale Cloud? Ein ehrlicher Vergleich für Betriebe am Wagram
Am Wagram sieht die Büro-IT oft so aus: ein PC im Haus, ein Laptop für unterwegs, ein Handy mit Fotos von Weingarten, Lieferung und Etikettenentwurf – und irgendwo eine Mischung aus OneDrive, WhatsApp-Verläufen und USB-Sticks. Ob Weingut, Landwirtschaft, Heuriger oder Einzelunternehmen: Irgendwann soll das an einem Ort liegen. Welche Cloud dafür passt, hängt weniger an der Technik als an der Frage, wie Ihr Betrieb arbeitet. Hier ein ehrlicher Vergleich – inklusive der Punkte, in denen die großen Anbieter klar vorne liegen.
Die großen Anbieter: wofür sie wirklich gut sind
Microsoft OneDrive
Die naheliegende Wahl, wenn Sie ohnehin ein Microsoft-365-Abo haben – der Speicher ist dann schon bezahlt. Die große Stärke ist das gemeinsame Bearbeiten: Zwei Personen können gleichzeitig in derselben Excel-Tabelle arbeiten, auch im Browser. Für Betriebe, die stark mit Office und Teams arbeiten, ist das schwer zu schlagen.
Google Drive
Stark, wenn Sie ein Android-Handy nutzen und ohnehin mit einem Google-Konto arbeiten. Fotos und Dokumente landen fast von selbst in der Cloud. Die Office-Integration ist schwächer; am besten funktioniert es mit Googles eigenen Docs und Tabellen.
Dropbox
Lange der Klassiker für den Dateiaustausch mit Externen – Architekten, Grafiker, Druckereien. Der Abgleich ist zuverlässig, die Apps sind ausgereift. Für einen Kleinbetrieb, der nur Ablage braucht, ist der Funktionsumfang aber oft mehr als nötig.
Wo die großen Anbieter schwächeln
- Kein persönlicher Ansprechpartner. Ist das Konto gesperrt, weil eine Zahlung nicht durchging oder ein automatisches System Alarm schlägt, bleiben Hilfeseiten und Formulare.
- Daten bei einem US-Konzern. Auch mit Servern in Europa gilt US-Recht für das Unternehmen. Für Kundendaten heißt das zusätzlichen Prüfaufwand – mehr dazu im Ratgeber Cloud-Speicher: Wo liegen Ihre Daten?
- Privat und Betrieb vermischen sich. Das private Google- oder Microsoft-Konto wird schleichend zum Firmenspeicher – Urlaubsfotos neben Lieferscheinen, und bei der Betriebsübergabe an die nächste Generation weiß niemand, was wohin gehört.
- Eine Cloud ist kein Backup. Was gelöscht oder von einem Schadprogramm verschlüsselt wird, ist das auch in der Cloud. Ältere Stände gibt es nur begrenzt.
Die regionale Alternative
Die EDV-Galli Cloud läuft auf eigenen Servern in Grafenwörth – rund acht Kilometer von Kirchberg am Wagram. Sie ist bewusst schlanker als die großen Anbieter und konzentriert sich auf das, was ein Kleinbetrieb tatsächlich braucht:
- Ordner im Windows-Explorer, der sich wie OneDrive automatisch abgleicht.
- Browser und Netzlaufwerk – am Mac und am Handy über den Browser.
- Freigabelinks für Kunden, Steuerberater oder Druckerei, auf Wunsch mit Passwort und Ablaufdatum.
- Getrennt vom Privatkonto: ein eigenes Konto für den Betrieb, mit Zwei-Faktor-Anmeldung.
- Optional ein echtes Backup für Ihre Windows-PCs mit 30 Tages- und 12 Monatsständen, geschützt vor Erpressungstrojanern.
- Ein Ansprechpartner aus der Nachbarschaft, der bei Bedarf in zehn Minuten bei Ihnen am Hof ist.
Ehrlich gesagt fehlt dafür, was die Großen auszeichnet: gleichzeitiges Bearbeiten im Browser und eigene Handy-Apps gibt es nicht, das Backup-Programm läuft nur unter Windows.
Entscheidungshilfe
| Ihre Situation | Passt am besten |
|---|---|
| Mehrere Personen bearbeiten täglich gleichzeitig dieselben Office-Dateien | OneDrive mit Microsoft 365 |
| Alles läuft übers Android-Handy und Google-Konto | Google Drive |
| Ablage für ein bis fünf Arbeitsplätze, Daten sollen in Österreich bleiben | Regionale Cloud |
| Kundendaten, Personalunterlagen oder Gesundheitsdaten | Regionale Cloud – oder sorgfältige Prüfung des großen Anbieters |
| Bei Problemen soll jemand persönlich erreichbar sein und vorbeikommen | Regionale Cloud |
| PCs sollen zusätzlich automatisch gesichert werden | Eigenes Backup – unabhängig davon, welche Cloud Sie nutzen |
Häufige Fragen
Brauche ich als kleiner Betrieb überhaupt eine Cloud?
Sobald mehr als ein Gerät im Spiel ist – Büro-PC, Laptop, Handy oder ein zweiter Arbeitsplatz im Hof –, spart eine Cloud das ständige Hin- und Herkopieren per USB-Stick oder E-Mail. Für die Sicherung allein ist sie aber nicht gedacht; dafür gibt es ein eigenes Backup.
Kann ich von OneDrive oder Dropbox zu einer anderen Cloud wechseln?
Ja. Die Dateien werden aus der alten Cloud heruntergeladen und in die neue übertragen; Ordnerstruktur und Dateinamen bleiben gleich. Bei größeren Beständen übernehmen wir das gern, damit nichts verloren geht und beide Clouds nicht gleichzeitig weiterlaufen.
Funktioniert die EDV-Galli Cloud auch mit schwachem Internet am Land?
Ja. Das Windows-Programm lädt Dateien erst, wenn Sie sie öffnen, und überträgt beim Backup nach der ersten Sicherung nur noch Änderungen. Die Bandbreite für das Backup lässt sich begrenzen, damit die Leitung für alles andere frei bleibt.
Kann ich Microsoft Office trotzdem weiter verwenden?
Ja. Word- und Excel-Dateien liegen in der EDV-Galli Cloud als normale Dateien im Explorer-Ordner und öffnen sich wie gewohnt in Office am PC. Was es nicht gibt, ist das gleichzeitige Bearbeiten derselben Datei im Browser durch mehrere Personen, wie es Microsoft 365 bietet.